Veranstaltung

27. 4.
10:00 Uhr

Seminar „Neue Erkenntnisse in der Grundlagenforschung – neue Ansätze in der Prävention“

Eine Kooperation von der AIDS-Hilfe Darmstadt e.V., vielbunt e.V. und der Deutschen AIDS-Hilfe e.V.

Termin:         Samstag, 27.04.2019

Zeit:              10 – 17 Uhr

Ort:                vielbunt e.V., Oetinger Villa

                      Kranichsteiner Str. 81, 64289 Darmstadt

Zielgruppe:  Mitarbeiter_innen von Aidshilfen,

                      HIV-positive Menschen,

                      andere Multiplikator_innen,

                      Mitarbeiter_innen kooperierender Institutionen

Leitung:       Referent: Bernd Vielhaber, Edemissen

                     Moderation: Ulla Clement Wachter

Teilnehmerzahl:  max. 20

 

 

Da die Plätze begrenzt sind, ist eine verbindliche Anmeldung bis zum 05.04.2019 erforderlich!

Anmeldung/ Kontakt:   Patricia Wagner, AIDS-Hilfe Darmstadt e.V.
Email: wagner@darmstadt.aidshilfe.de
Tel.: 06151 / 280 73  Fax 06151 / 28076

 

Seminargebühren fallen nicht an - Für Getränke und Snacks ist gesorgt

Eine Teilnahmebescheinigung kann ausgestellt werden

 

Samstag, den 27.04.2019

Die in der Medizinischen Rundreise behandelten Themen und Schwerpunkte orientieren sich an den konkreten Fragen und dem unterschiedlichen Wissensstand der anwesenden Teilnehmer_innen. Deshalb können sich im Programmablauf Änderungen ergeben: Einzelne Themen werden möglicherweise intensiver, andere vielleicht oberflächlicher behandelt.

Die Inhalte dieses Seminars konzentrieren sich auf derzeit aktuelle Aspekte der Behandlungsrealität, wobei Vorkenntnisse zu den Grundlagen der HIV Infektion vorausgesetzt werden.

 

Seminarbeginn: 10:00 Uhr

Einführung

Begrüßung, Vorstellungsrunde, Erste Fragestellungen, Festlegung der inhaltlichen Schwerpunkte.

 

Mögliche Themen können sein:

 

Neue Erkenntnisse zum Infektionsgeschehen von HIV

Darstellung der Übertragungswege von HIV: Wie infiziert HIV eine Zelle, welche Erkenntnisse hierzu sind veraltet, welche Neuen gibt es? Infektiosität während der Primärinfektion bzw. in Abhängigkeit von der Viruslast. 

 

Medikamentöse und medizinische Ansätze der Prävention: PrEP, PEP, etc.

Darstellung der derzeit laufenden PrEP Studien (Pre-Exposure-Prophylaxis: vorbeugende Einnahme): IPERGAY, PROUD, Studienkonzepte, Einnahmeschemata und Ergebnisse.  Bedeutung der PEP (Post-Exposure-Prophylaxis: Einnahme für 4 Wochen nach der möglichen Infektion) zur Verhinderung einer HIV-Infektion. Zukünftige PrEP-Verfahren (Dreimonatsspritze) und lokale PrEP (Vaginalringe, Scheiden- und Rektalgels, Vaginaltabletten). Studienlage zu „Beschneidung“ und „Impfung“. Auswirkung der HIV-Therapie auf Übertragbarkeit und Prävention. Stichwort: Schutz durch Therapie,  Stellenwert der Nichtinfektiosität zur Frage des Therapiebeginns in Therapieleitlinien. 

13.00 - 14.00 Uhr Mittagspause

 

Verhaltensorientierte Ansätze der Prävention

Bedeutung von Safer Sex und „Schutz durch Therapie“. „Serosorting“ und „Seropositioning“ sowohl als mögliche individuelle Strategien zur Risikoreduktion bzw. als Risiko für Infektionen. Stellenwert sexuell übertragbarer Infektionen in Bezug auf die Übertragbarkeit von HIV. 

 

Testverfahren, HIV-Schnelltest

Funktion, Aussagekraft und Verlässlichkeit von HIV-Tests und Schnelltests. Abwägung der Vor- und Nachteile von Testverfahren.

 

Inhaltliche Diskussionspunkte:

In strukturierten Diskussionsrunden werden die Auswirkungen der dargestellten Seminarinhalte auf Beratung, Prävention und individuelles Verhalten herausgearbeitet. Folgende Fragestellungen könnten dabei im Mittelpunkt stehen:

Wie sicher ist die Datenlage zur Bewertung der Risikoreduktionsstrategien? Stellenwert von „Safer Sex“ bei einer Viruslast unter der Nachweisgrenze? Welche Bedeutung hat „Safer Sex“ in 2018 und was hat sich in den vergangenen Jahren verändert? Welchen Stellenwert hat die HIV-Therapie als Präventionsmethode? Welche Auswirkungen haben die neuen Präventionsmöglichkeiten auf Menschen mit und ohne HIV und auf Aidshilfe? Welche Präventionsbotschaften lassen sich aus den neuen Konzepten generieren? War früher tatsächlich alles viel einfacher?

 

Seminarauswertung

17:00  Uhr Seminarende